E-Books erstellen: Die wichtigsten Tipps von Fomat bis Coverdesign

Wenn du ein E-Book erstellen willst, hast du ein spannendes Projekt vor dir. Hier erfährst du, wie es gelingt.

Digitale Bücher haben viele Vorteile – für Lesende und für Autor*innen. Denn bei E-Books fällt anders als bei gedruckten Büchern die aufwändige Produktion weg. Die Kosten sind dadurch deutlich geringer, gleichzeitig kannst du ein E-Book nach deinen Vorstellungen gestalten, deine Texte und Inhalte transportieren und so als Autor*in ein großes Publikum erreichen. Du solltest jedoch die wichtigsten Basics kennen, um reibungslos E-Books erstellen zu können.

Was ist ein E-Book?

Zum Start die Definition: E-Books sind elektronische Bücher. Sie werden nicht in gedruckter Form veröffentlicht, sondern digital verbreitet. So können E-Books – je nach Format – auf fast jedem digitalen Gerät gelesen werden. Spezielle E-Book-Reader machen das Leseerlebnis besonders angenehm, sie sind aber nicht nötig: Denn E-Books kannst du in der Regel auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets lesen.

Die Vorteile von E-Books gegenüber gedruckten Büchern liegen dabei auf der Hand: Sie können jederzeit und unabhängig von Ladenöffnungs- und Lieferzeiten auf das entsprechende Gerät geladen werden. Sie sind meist günstiger im Preis und nehmen weder Platz im Regal noch Gewicht im Urlaubskoffer weg. Gleichzeitig gilt: Viele Bücher-Fans schätzen das Lesegefühl bei einem gedruckten Buch – sie lieben es, die einzelnen Seiten von Hand umzublättern. Das solltest du im Hinterkopf haben, wenn du für deine Zielgruppe E-Books erstellen willst. Ein weiterer Vorteil für dich als Autor*in: E-Books sind schnell zu aktualisieren. Änderungen kannst du hier unkomplizierter vornehmen als bei gedruckten Büchern.

Ob E-Book, gedrucktes Buch oder eine andere Veröffentlichungsart: Im ersten Schritt geht es um die Frage, worüber du schreibst, für wen und zu welchem Zweck. Dann kommt noch ein wenig technischer Background hinzu – und wenn du alles befolgst, ist das E-Book bald zum Verkauf bereit. Schauen wir uns die Voraussetzungen im Detail an, um ein E-Book zu erstellen und zu verkaufen:

  • Kenne deine Zielgruppe: Richte deinen Inhalt klar auf die Menschen aus, die das Buch lesen wollen. Informiere dich vorab über sie, zum Beispiel in Sozialen Medien. Was interessiert sie, was wünscht sie sich von einem (elektronischen) Buch und welche Lücke kannst du für sie mit deinen Inhalten füllen? Zusätzlich wichtig beim E-Book: Zählen zu deiner Zielgruppe genug Menschen, die gerne elektronische Bücher lesen? Wenn ja, dann auf zum nächsten Schritt.
  • Erstelle professionelle Inhalte: Eine gute Struktur, möglichst fehlerfreie Texte, kreative, innovative und bewegende Geschichten oder Informationen – wenn du ein E-Book erstellst, solltest du wirklich etwas zu sagen haben und deine Botschaften professionell aufbereiten. Investiere in den Inhalt eines E-Books genauso viel Zeit und Energie wie in ein gedrucktes Buch. Auch hier bietet es sich an, auf ein professionelles Lektorat und Korrektorat zu setzen, damit das Lesen deiner Texte später nicht durch Fehler oder Ungereimtheiten gestört wird.
  • Erschaffe eine gute Struktur: Das ist besonders wichtig, wenn du ein E-Book selbst erstellen willst – denn oft klicken Leser*innen im digitalen Inhaltsverzeichnis direkt auf das Kapitel, das sie besonders interessiert. Stelle sicher, dass du eine überzeugende und logische Struktur für dein E-Book erstellst, die im Inhaltsverzeichnis sichtbar wird.
  • Wähle ein passendes Layout. Texte und Struktur stehen, vielleicht liegen auch Bilder oder Grafiken bereit, die den Inhalt deines E-Books abrunden. Dann geht es jetzt ans Innenlayout. Was hierbei besonders wichtig ist: Die Inhalte müssen auf verschiedenen Endgeräten gut lesbar sein. (Das entsprechende Format stellt das sicher, dazu später mehr.). Du solltest dich bei der Entwicklung des Layouts in verschiedene Nutzungssituationen hineinversetzen: Manche Menschen werden dein E-Book in der U-Bahn auf dem Smartphone lesen, andere machen sich einen gemütlichen Leseabend mit Tablet auf dem Sofa.Beachte das, wenn du zum Beispiel detaillierte Grafiken einplanst.

    Kenne E-Book-spezifische Anforderungen. Das entsprechende Format kannst du später einstellen, doch was bei einem E-Book noch wichtig ist: Je nach mobilem Endgerät wird unterschiedlich viel Inhalt auf einer Seite angezeigt. Deshalb solltest du keine Seitenzahlen einfügen und auf Kopf- oder Fußzeilen verzichten, die zum Inhalt einer bestimmten Seite passen.

Du fragst dich: Wie erstelle ich ein E-Book? Dann sei dir sicher, dass es technisch nicht kompliziert ist. Das gängigste Format für E-Books nennt sich epub. Du erkennst Dateien in diesem Format an der Endung „e.pub“, die Abkürzung steht dabei für „electronic publication“. (Mehr zu diesem Format und zur Fehlerbehebung, falls du es nicht öffnen kannst, findest du in diesem Artikel.) Der Vorteil von epub-Dateien gegenüber zum Beispiel PDF-Dateien: Die Inhalte passen sich automatisch an das genutzte Gerät an. Während bei einem PDF die Texte starr auf der gleichen Seite bleiben – egal, ob die Datei auf einem E-Reader, einem Smartphone oder Laptop geöffnet werden – passen sich epub-Dateien an. Man sagt, sie sind „reflowable“.

Deshalb empfiehlt es sich, auf epub zu setzen, wenn du ein E-Book selbst erstellen willst. So stellst du sicher, dass dein Format auf allen Geräten lesbar ist – von Kindle bis Tolino. E-Book erstellen als epub: Das geht je nach Schreibprogramm direkt beim Speichern, indem du epub als Format auswählst, oder du findest online Plattformen, die das Konvertieren von anderen Textdateien in epub leicht machen.

Es gibt jedoch noch andere Formate, in denen du dein E-Book erstellen kannst. PDFs sind dir sicher bekannt, den Nachteil der starr dargestellten Inhalte haben wir bereits angesprochen – doch beispielsweise für Arbeitsbücher mit eher geringem Umfang kann sich auch ein E-Book als PDF anbieten.

Bei der Vorbereitung deines E-Books werden dir möglicherweise auch die Formate AZW und MOBI begegnen. AZW ist das E-Book-Format von Amazon, das speziell für den Kindle entwickelt wurde, MOBI ist ein älteres Format, das heute kaum noch unterstützt wird. Verschaffe dir gern einen Überblick über die verschiedenen Optionen, wenn du ein E-Book erstellen und verkaufen willst – oder setze auf epub, weil dieses der branchenweite Standard ist und von den meisten Shops als Ausgangsformat akzeptiert wird.

Ein gutes Innenlayout ist bei jedem Buch wichtig – doch willst du ein E-Book erstellen und verkaufen, gibt es auch hier einige Besonderheiten:

  • Verwende für den gesamten Text eine durchgehende Schriftart, Größe und Farbe. (Leser*innen können in einem epub-Format später selbst Anpassungen für sich vornehmen).
  • Wenn dein E-Book Bildmaterial enthält, sorge für ausreichend Abstand zwischen Text und Bildern. So stellst du sicher, dass es auf keinem Gerät zu Überlappungen kommt.
  • Ein deutlicher Kontrast ist wichtig: Deshalb solltest du auf Layouts verzichten, bei dem zum Beispiel Bilder hinter dem Text liegen.
  • Füge genügend Überschriften und Zwischenüberschriften ein. Gerade beim digitalen Lesen erleichtert das die Orientierung fürs Auge. Du kannst lange Texte auch durch herausgestellte Zitate unterbrechen.

Das alles kannst du selbst umsetzen oder du engagierst einen Profi für ein überzeugendes Innenlayout deines E-Books. So kannst du sicher sein, dass dein E-Book einen wirklich hochwertigen Eindruck macht.

Der Inhalt und die technischen Grundlagen sind geklärt? Dann steht nun die Frage an, wie der Titel deines E-Books aussieht. Denn wie bei gedruckten Büchern gilt: Das Cover kann darüber entscheiden, ob jemand dein E-Book kauft. Wichtig dabei: Das Cover sollte zum Inhalt deines Buchs passen, zum Genre und zur Zielgruppe. Auch die Tonalität fließt hier mit ein. Ist das Cover sehr düster und schwer gestaltet, der Inhalt des E-Books aber in sehr leichtem Ton verfasst, stellt das einen Bruch dar, der beim Lesen stört.

Entwickle auf dieser Basis ein Gefühl dafür, wie das Cover deines E-Books aussehen könnte und erstelle dafür gern ein Moodboard mit Farben, Schriftarten und Stilen, die dir gefallen. Du kannst auch Cover von anderen Büchern, die dich ansprechen, zusammenstellen. Das gibt dir eine gute Orientierung, wenn du dein Cover erstellst oder erstellen lässt. Dein Cover soll professionell wirken? Dann lass es direkt von einem Profi gestalten oder setze auf professionelle Vorlagen. Bei BoD findest du eine große Auswahl für verschiedenste Themen und Genres. Noch eine wichtige Voraussetzung hierbei: Dein E-Book sollte sich gut in ähnliche Titel des Genres einfügen, aber gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen. Ja, das ist eine Herausforderung – aber eine, die Profis locker für dich lösen.

Alles bedacht, umgesetzt und den Inhalt noch einmal gecheckt? Herzlichen Glückwunsch, dann hast du es geschafft, ein erstes E-Book zu erstellen und kannst es nun veröffentlichen und als Autor*in durchstarten.

Du fragst dich noch, wie es klappt, das fertige E-Book zu veröffentlichen, damit es für eine erfolgreiche Vermarktung bereit ist? Dann schau diesen Beitrag an, da erklären wir dir alles Schritt für Schritt.

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