Wie Pressearbeit hilft, dein Buch zu vermarkten

Pressearbeit ist für dich als Autor*in eine Chance, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir verraten dir, wie du Andere auf dein Buch aufmerksam machen kannst.

Sichtbarkeit für dein Buch durch Medien

Sichtbarkeit ist einer der entscheidenden Faktoren, wenn es darum geht, dein Buch erfolgreich am Markt zu platzieren. Neben Social Media, Lesungen oder Anzeigen gibt es einen oft unterschätzten Hebel: die Pressearbeit. Denn wenn Medien über dich und dein Buch berichten, erreichst du nicht nur neue Leser*innen, sondern gewinnst gleichzeitig an Glaubwürdigkeit und Aufmerksamkeit.

Gerade für deine erste Buchveröffentlichung kann Pressearbeit ein echter Gamechanger sein. Ob in der Regionalzeitung, in einer thematisch passenden Zeitschrift oder auf Blogs. Jede Veröffentlichung bringt dich ein Stück näher zu deiner Zielgruppe. Wichtig ist dabei: Pressearbeit funktioniert am besten nicht zufällig, sondern mit einer klaren Strategie und als Teil deiner gesamten Buchvermarktung.

In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Pressearbeit planst, passende Medien auswählst und gezielt für mehr Sichtbarkeit nutzt.

Planung der Pressearbeit für dein Buch

Allerdings ist Pressearbeit nicht als Einzelmaßnahme für deine Buchvermarktung anzusehen, sondern als Teil deiner gesamten Marketingkampagne. Wichtig ist daher, frühzeitig mit der Planung zu starten. Gerade zum Veröffentlichungszeitpunkt lohnt es sich, bei den Leser*innen über Medienerwähnungen, Sichtbarkeit zu erhalten.

Wichtig ist daher, sich im Vorwege zu überlegen, welche Medien du für dein Buch nutzen möchtest. Im besten Fall eignen sich dafür natürlich die Kanäle, mit denen du deine Zielgruppe erreichen kannst, um dort dein Buch bestmöglich zu präsentieren.

Erstellen deiner Buch-Strategie: Botschaft und Zielmedien

Als Erstes solltest du dir daher überlegen, was dein Buch (oder deine Geschichte als Autor*in) für die Lesenden und Medien interessant macht und was es von anderen Büchern abhebt. Vielleicht handelt dein Buch von einem besonderen Thema oder du schreibst über eine regionale Geschichte, die einen bestimmten Kreis anspricht. Eventuell passt dein Buch aber auch inhaltlich zu einem aktuellen Trend, einer Jahreszeit oder einem Feiertag. Schaue also, wie du Lesende und Redakteur*innen gezielt mit deiner Geschichte ansprichst, um sie auf dein Buch aufmerksam zu machen und ihr Interesse zu wecken.

Im zweiten Schritt geht es darum, herauszufinden, welche Medien inhaltlich oder thematisch zu dieser Botschaft passen. Für diesen Blogartikel haben wir uns auf folgenden Kanäle konzentriert:

  • Regionalzeitungen
  • Zeitschriften, Zeitungen und Fachmagazine
  • Blogs

Zu jeder Kategorie gibt es auch Links mit Beispielen zu erschienenen Artikeln oder Rezensionen unserer BoD-Autor*innen. Diese Beispiele sind dafür gedacht, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie so eine Mitteilung innerhalb der Pressearbeit aussehen kann.

Regionalzeitungen: So wirst du als Autor*in vor Ort sichtbar

Wenn du einen Roman über einen bestimmten Ort schreibst, dann kann es gut sein, dass sich die Regionalzeitung für dich als Autor*in interessieren könnte. Mit einem Buchartikel, über eine Geschichte, die direkt in diesem Ort spielt, kann eine tolle Veröffentlichung entstehen.

In der Wuppertaler Rundschau wurde zum Beispiel ein Artikel über das Buch „Im Garten des Lebens“ unserer Autorin Tanja Heinze veröffentlicht, dessen Geschichte im zerbombten Wuppertal zur Kriegszeit spielt.

Die Gießener Allgemeine berichtete über einen Kriminalroman „Hünenschlag – ein archäologischer Kriminalroman“ von Henrich Dörmer und griff in ihrem Artikel den Schauplatz im Bundesland Hessen auf.

Zeitungen, Zeitschriften & Fachmagazine: Die richtigen Medien für dein Genre

Auch Zeitschriften veröffentlichen Buchbesprechungen und persönliche Artikel. Dabei kann es um das Buch selbst gehen oder über dich als Autor*in.

Gibt es eine Zeitschrift, die du selber gerne liest, weil sie sich mit einem besonderen Hobby beschäftigt? Hast du selbst oder deine Romanfigur einen besonderen Hintergrund, der zu einer Zeitschrift passen könnte? Vielleicht handelt dein Buch von einer Protagonistin, die ein eigenes Café eröffnet: Ein Artikel über dieses Buch in einer Kochzeitschrift wäre dafür perfekt!

Das Hunde-Outdoor-Magazin „dog & sport” berichtete zum Beispiel über das Buch „Ein Hund, sein Rudel und drei Rucksäcke“ von Petra Kochgruber, in der sie über das Abenteuer einer Alpenüberquerung mit dem eigenen Hund schreibt.

Blogs gezielt nutzen: Reichweite in deiner Zielgruppe aufbauen

Ein Blog gewinnt aufgrund der breiten Leserschaft und Sichtbarkeit immer mehr an Bedeutung. Gerade Buchblogger schreiben mit Leidenschaft über Bücher und verfassen ausführliche und ehrliche Rezensionen. Aus diesem Grund sind die Meinungen von Buchbloggern sowohl für einen selbst als auch für Verlage wertvoll und wichtig.

Der Blog Buchsammlerin hat zum Beispiel gleich ein ganzes Interview mit unserer Autorin Anika Ackermann zu ihrem neusten Buch „Varia“ geführt.

Die eigenen Zielmedien finden und gezielt ansprechen

Die passenden Medien für dein Buch zu finden, ist ein entscheidender Schritt deiner Pressearbeit. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viele Kontakte zu sammeln, sondern vor allem die richtigen: Medien, die thematisch zu deinem Buch passen und deine Zielgruppe wirklich erreichen.

Gerade zum Einstieg lohnt es sich, strategisch vorzugehen. Beginne am besten mit regionalen Medien – hier ist die Chance auf eine Veröffentlichung oft deutlich höher als bei großen, überregionalen Zeitungen. Ergänzend dazu kannst du gezielt nach Buchblogs und spezialisierten Plattformen suchen, die sich mit deinem Genre beschäftigen.

Zur Unterstützung haben wir dir eine Auswahl hilfreicher Quellen zusammengestellt:

Zeitungen & regionale Medien:

Buchblogs & Rezensionen:

Außerdem haben wir noch einen Gastbeitrag von Jasmin Zipperling, in dem wir das Thema Blogger Relations noch einmal näher erklären.

Erstellen einer Verteilerliste

Sobald du festgelegt hast, welche Medien du nutzen möchtest, solltest du dir eine Verteilerliste mit den Kontaktdaten erstellen, um so den Überblick zu behalten. Am einfachsten lässt sich so eine Übersicht in Excel erstellen, da diese bei Bedarf immer wieder aktualisiert werden kann. Zu den wichtigsten Daten, die du über die Kontakte festhalten solltest, zählen folgende Punkte:

  • Name und Kategorie des Mediums (z. B. Regionalzeitung)
  • Vor- und Nachname des Redaktionskontakts samt Funktion (z. B. Kulturjournalist*in, Blogger*in)
  • Alle Kontaktinformationen, wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Anschrift
  • Kommentarfeld für Ergänzungen und Gesprächsnotizen

Pressematerial erstellen: So überzeugst du Redaktionen und Blogger

Die Informationen über die Redaktionskontakte erhältst du auf der Webseite der Zeitung oder des Buchblogs selbst. Natürlich spricht aber auch nichts dagegen, einfach zum Telefon zu greifen und sich so zu erkundigen, welcher Mitarbeiter*in für die Verarbeitung von Pressemitteilungen zuständig ist. Jetzt geht es um die Zusammenstellung deines Pressematerials, wie du richtig in Kontakt mit den jeweiligen Redakteur*innen kommst und wie eine Pressemitteilung geschrieben werden kann.
Das Material, was du verschickst, ist mindestens genauso wichtig, wie die Suche nach dem geeigneten Medium: Eine gut geschriebene E-Mail, die alle wichtigen Informationen über deine Veröffentlichung enthält und den Interessenschwerpunkt der Journalist*innen oder Blogger*innen trifft, ist dabei essenziell. Dabei muss man immer bedenken, dass gerade Redakteur*innen jeden Tag hunderte von E-Mails bekommen und man sich daher positiv von der Masse abheben sollte.

Vorbereitung (Presseversand: Anschreiben E-Mail, Timing)

Wie bereits erwähnt, bekommen Journalist*innen jeden Tag mehrere hundert Einsendungen über Pressetexte. Aus dieser Masse an Mitteilungen können sie sich aussuchen, was sie so interessant finden, dass sie darüber schreiben möchten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man bei dem eigenen Text und den ausgewählten Bildmaterialien auf Professionalität und Qualität achtet. Wichtig ist auch, dass immer eine persönliche E-Mail versandt wird und du nicht eine Mail an möglichst viele Empfänger verschickst. Setz dich mit der Person auseinander, der du deine Materialien zukommen lässt. Das wirkt nicht nur persönlicher, sondern zeigt auch, dass du dir Gedanken gemacht hast, bevor du deine Nachricht versendet hast. Beispielsweise könntest du auch eine Leseprobe oder eine bereits erhaltene Buchrezension mitschicken. Außerdem sollte deine Mail das Buchcover und ein professionelles Autor*innenfoto enthalten. Vermeiden solltest du allerdings große E-Mail Anhänge, da diese vom Empfänger direkt blockiert oder gar nicht erst geöffnet werden könnten. Als Alternative kannst du alle wichtigen Informationen und Materialien, die für die Presse wichtig sind, auf deiner Autor*innenhomepage speichern und diese Seite dann in deiner E-Mail verknüpfen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Auf der Presse-Seite deiner Homepage sollte auch erwähnt werden, dass Interessierte kostenlose Rezensionsexemplare von BoD erhalten können.

Auch der Zeitpunkt, wann du die E-Mail verschickst, ist – zumindest bei Zeitungen und Zeitschriften. Wichtig: Am besten verschickst du deine Mailings an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag, zwischen 9 und 10 Uhr. In der Regel ist das die Zeit vor den Redaktionskonferenzen, in denen die Themen der nächsten Woche abgestimmt werden.

Blogger*innen als Buchkritiker

Es gibt sehr viele unterschiedliche Blogs, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben oder in bestimmten Genres lesen. Wichtig ist es daher, dass du den für dich passenden Blog auch findest und nicht einfach „irgendeinen“ Blogger*in anschreibst.

Wir empfehlen immer, dass auch Blogger*in genau so respektvoll und professionell angesprochen werden sollten, wie traditionelle Medienvertreter z. B. einer Zeitung.Obwohl für viele das Bloggen selbst immer noch ein Hobby ist, sind ihre Ansichten und Meinungen zu einem Buch genau so wichtig, denn: Blogs kritisieren in der Regel immer wahrheitsgemäß und glaubwürdig.
Das bedeutet also auch, dass du die persönliche Meinung der Blogger*innen akzeptieren solltest, wenn du mal eine negative Rezension zu deinem Buch bekommst.

In einem bereits erschienen Blogbeitrag, in Kooperation mit den Bloggerinnen Anna vom Blog „Ink of Books“, Mareike vom Blog „Crow and Kraken“ und Vera vom Blog „Chaoskingdom“, erzählte Jasmin Zipperling von der Autor*innenwelt, wie Blogger Relations genau funktionieren und wie die Zusammenarbeit verbessert werden kann.

Anerkennung ist dabei eines der wichtigsten Bausteine, deshalb solltest du immer auch hier ein kostenloses Rezensionsexemplar bei Interesse anbieten.

Eine Pressemitteilung schreiben

Der Sinn und Zweck einer Pressemitteilung ist es, alle relevanten Informationen zu bündeln und übersichtlich aufzubereiten. Diese Mitteilung ist dann die Grundlage für Redakteur*innen, die daraus ihre eigenen Artikel schreiben und damit mehrere Leser*innen erreichen. Es ist daher wichtig, dass dieser Text fehlerfrei, klar und zielgruppenorientiert geschrieben ist. Auch sollten die Sätze kurz und prägnant sein (maximal 17 Worte in einem Satz).

Tatsächlich ist es so, dass mittlerweile auch viele Zeitungen und Zeitschriften ihre Artikel online zur Verfügung stellen, die dadurch noch für eine sehr viel längere Zeit sichtbar sind, als das Printmagazin selbst.Mit einer Pressemitteilung soll die Neugier der Lesenden erweckt werden. Grundsätzlich sollte es aber um die Fakten deines Buches und dich als Autor*innen gehen: Werbliche Sprache gehört daher nicht dazu, da sonst der Redakteur*innen keine Passagen aus deiner Pressemitteilung übernehmen kann.

Eine Pressemitteilung kann in drei Teile eingeteilt werden: Überschrift, Lead und Fließtext.

Überschrift

Innerhalb von 10 Sekunden entscheidet ein Journalist, ob deine Pressemitteilung von Relevanz ist oder nicht. Daher sollte die Überschrift (der Header) entweder humorvoll/überraschend oder informativ sein, die Unterüberschrift (Subhead) informativ oder weggelassen werden.

Beispiel 1
Zurück an Gleis 9 ¾
Der achte Teil der „Harry Potter“-Saga als Bühnenfassung

Beispiel 2
Achter Teil von „Harry Potter“
J. K. Rowling schreibt Fortsetzung über den Zauberlehrling als Theaterfassung

Wenn die Überschrift schon nicht überzeugt, dann landet deine E-Mail direkt im Papierkorb des Empfängers, deshalb: Überlege dir, mit welcher Überschrift du direkt die Aufmerksamkeit auf deine Nachricht ziehen kannst.

Lead

Nachdem du die Überschrift für deine Pressemitteilung gewählt hast, geht es darum in dem ersten Absatz die wichtigsten Informationen zusammenzufassen. Dieser Absatz sollte aus zwei bis drei Sätzen bestehen und auch 17 Wörter in einem Satz nicht überschreiten.

Grundsätzlich kannst du dich dabei an den W-Fragen orientieren und diese in deinen Lead-Text, dem Beginn deiner Pressemitteilung, einfließen lassen:

  • Wer macht was? Wann? Wo?
  • (Optional: Wie und Warum?)

Wenn du also einen Roman veröffentlicht hast, sollte im ersten Absatz unbedingt geklärt sein, worum es grob in deiner Geschichte geht und du dich selbst als Autor*in kurz beschreibst.

Fließtext

Im 1. Absatz nach deinem Lead sollte eine Handlungszusammenfassung deines Romans beschrieben werden, oder bei einem Sachbuch der praktische Nutzen.
Auch hierbei gilt: Bedenke, dass dein Empfänger unter Umständen sehr viele Nachrichten am Tag erhält, fasse deshalb die Informationen zu deinem Anliegen absteigend der Wichtigkeit zusammen und schreibe deine Pressemitteilung auf maximal einer Seite.
Nutze auch hier eine klare Sprache. Aufgelockert und lebendig wird so eine Pressemitteilung immer durch Zitate, entweder von dir selbst oder im besten Fall von Leser*innen aus Rezensionen, Pressebeiträgen oder Blogs.

Was gehört alles in eine Pressemappe?

Nicht nur durch E-Mails kannst du mit Redakteur*innen in Kontakt treten. Vielleicht ergeben sich für dich auf der Frankfurter Buchmesse Termine, bei denen du dich mit anderen vernetzen kannst?

Es empfiehlt sich daher eine Pressemappe zusammenzustellen, die du immer mit dabeihast. Diese Unterlagen lassen sich dann natürlich auch digital (als Textdatei) auf deiner Autor*innenwebseite zur „honorarfreien Verwendung“ hinterlegen. Bildgrafiken sollten in untersch. Auflösungen zur freien Verwendung zum Download verfügbar sein.In diese Mappe gehört sowohl dein Pressetext zu deinem Buch, inklusive eines Waschzettels (Mehr Infos) und deiner Autor*innenvita. Gut sind auch immer Leseproben, die das Interesse auf dein Buch lenken.

Presseportale für zusätzliche Sichtbarkeit

Zusätzlich zum Versand deines Pressetextes kannst du auch Presseportale nutzen (Bsp. Openpr.de, pressemitteilung.ws, onlineartikel.de ) um die Sichtbarkeit und Reichweite deiner Pressemitteilung zu erhöhen. Auf diesen Plattformen können die Texte samt Cover hinterlegt werden.

Suchmaschinen wie Google lesen Pressemitteilungen der Presseportale und übernehmen diese in der eigenen News-Übersicht.

Checkliste Pressemitteilung für dein Buch

Inhalt & Aufbau

  • Kontaktdaten in deiner Mail vorhanden (Name, E-Mail, ggf. Telefonnummer)
  • Aussagekräftige Betreffzeile formuliert (klar, relevant, nicht werblich)
  • Kombination aus Headline + Subheadline geprüft (macht neugierig, liefert Kontext)
  • Lead: Alle W-Fragen enthalten (Wer? Was? Wann? Wo? Warum?) – ist sofort klar, worum es geht?
  • Fließtext: Wichtige Informationen zuerst (absteigende Relevanz / Pyramidenprinzip)
  • Zitate integriert (z. B. von dir als Autor*in – erhöht die redaktionelle Qualität)
  • Klare Kernaussage / roter Faden erkennbar

Stil & Sprache

  • Sätze kurz, verständlich und präzise
  • Keine werbliche oder übertriebene Sprache
  • Stil an das Zielmedium angepasst
  • Fachbegriffe erklärt oder vermieden (je nach Medium)

Formales & Qualität

  • Fehlercheck: Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung
  • Gegenlesen lassen (optional: Lektorat/Korrektorat, ca. 6–10 € pro Normseite)
  • Einheitliche Formatierung (Absätze, Hervorhebungen, keine „Textwüsten“)
  • Länge angemessen (ca. 300–500 Wörter)

Versand & E-Mail

  • Persönliche Ansprache der Redaktion (kein Massenmail-Eindruck)
  • Kurze, prägnante Begleitmail (kein Copy-Paste der gesamten Mitteilung in epischer Länge)
  • Pressemitteilung gut lesbar eingefügt oder als PDF angehängt
  • Passender Versandzeitpunkt gewählt (keine Wochenenden/Feiertage)

Zusatzmaterial

  • Coverbild in guter Auflösung
  • Autor*innenfoto
  • Kurzvita / Autorenprofil
  • Buchdaten (Titel, Genre, ISBN, Preis, Erscheinungsdatum)
  • ggf. Link zur Website oder zum Buch (z. B. Buchshop)

Hinweis der Artikel wurde im Zeitverlauf aktualisiert – Kommentare aus der Vergangenheit bleiben bestehen.

Kommentare

  • Vielen Dank für eure Hinweise zur Pressearbeit. Ich möchte euch darum bitten, mit offenen Augen durch das Zentrum der nächstgelegenen Stadt zu laufen. Dort lohnt es sich mittlerweile, Litfaßsäulen mit Werbung für Schreibschulen zu bestücken. Mit anderen Worten, es gibt eine derart große Anzahl von Selbstverlegern, dass sich Zeitungen – mit recht – davor hüten, Autoren eine Plattform zu geben, die nicht bei Verlagen veröffentlicht haben. Sicher, sie könnten jeden Roman, jedes Sachbuch einzeln prüfen, ob sich ein Artikel darüber lohnt. Journalisten aber sind derart mit Arbeit überhäuft, dass sie sich dies schon aus Selbstschutz ersparen, da man sie ansonsten mit ähnlichen Anfragen überschütten würde.
    So richtig euer Rat zur Pressearbeit ist, er mag bei Verlagen realistisch sein, ein Selbstverleger jedoch sollte nicht ent-täuscht sein, wenn es ihm nicht gelingt, einen Artikel über sein Werk in einem Druckmedium zu platzieren.

  • All diese Hinweise sind im Prinzip richtig. Meine Erfahrung aus dem Jahre 2010 mit der Pressearbeit. Als Presssprecher in der Industrie besaas ich das Know-know bezüglich Erstellung einer Presse-Information mit Foto (Autor und Buchtitel) und die Bedeutung der Zielgruppen. Meine Versandliste umfasste rd. 50 Zeitungen und Zeitschriften (Frauen, Tiere etc.). Die Resonanz war gleich null. Ein Interview mit mir (aus dem redaktionell hätte zitiert werden können) lag ebenfalls bei. Die von mir ermittelten Gründe für diese „Nichtbeachtung“:
    Es war kein „richtiger“ Verlag und es war „Eigenwerbung“.
    Ich hoffe und habe auch schon gesehen, dass Books on demand Publikationen heute mehr berücksichtigt werden und anerkannter sind.
    Was allerdings funktioniert, aber begrenzt ist: Den (Stadt)Bibliotheken am Ort und imUmkreis ein Exemplar schenken und dazu die Presse einladen. Da hilft der lokale/regionale Bezug. Übrigens mein Roam heisst:
    Mensch, Rufus! – Szenen aus dem Leben eines Katers, der über Nacht die Menschen verstand. (BoD). Gruss an alle Lothar Schwengler

    • Hallo Lothar,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Erfahrungsbericht über die Pressearbeit noch vor 8 Jahren.
      Damit hast du natürlich auch absolut Recht: Früher war Self-Publishing noch nicht so anerkannt und bekannt wie heute.
      Zum Glück öffnet sich auch der stationäre Buchhandel immer mehr den Titeln von Self-Publishing Autoren und Autorinnen.
      Den direkten Kontakt zu den regionalen Buchhändlern darf man dabei nicht außer Acht lassen und wir haben schon positive Rückmeldungen von unseren Autoren bekommen, die Termine mit Buchhändlern vereinbart haben und deren Bücher nun dort auch zu finden sind.
      Wir hoffen sehr und sind sehr positiv gestimmt, dass dieser Trend auch in Zukunft so weiter gehen wird.
      Viele Grüße von der Buchmesse
      Jessy von BoD

  • Da muss ich Peter Hakenjos leider Recht geben, diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Besser sieht es da schon aus, wenn das Thema passt, in regional begrenzten Medien, wie z.B. Zeitschriften von Seniorenheimen (Verbund von mehreren Heimen), Heimatzeitungen etc.
    So war der Neustädter Heimatbrief (Schlesien) auch nach seiner Presseveröffentlichung sehr dankbar über Leseproben aus meinem Buch „Weißer Sperling – Schwarzer Mann“ da es die Lebensgeschichte meiner Mutter wiedergibt. Meine Mutter stammte aus Oberglogau, Kreis Neustadt. Da passte das gut zusammen. In solchen Fällen ist zwar der Streuverlust relativ gering, jedoch auch die Auflagenzahlen sind nicht gerade überwältigend.
    Liebe Grüße
    Harald Metz

    • Hallo Harald,
      vielen Dank für dein Feedback.
      Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass gerade Regionalliteratur sehr große Chancen hat, im Sortiment der Buchhändler aufgenommen zu werden.
      Kennst du schon unsere aktuellen Umfrageergebnisse dazu?
      Viele Grüße von der Buchmesse
      Jessy von BoD

  • Ich arbeite selbst bei einer Regionalzeitung und weiß aus eigener Anschauung, dass es überhaupt keinen Unterschied macht, ob ein Buch in einem großen Verlag erschienen ist oder selbst verlegt wurde. Entscheidend ist vielmehr der direkte Kontakt mit der Redaktion und unter welchen Bedingungen diese arbeitet. Es gibt kleine Redaktion, die sich jeden Tag die Beine ausreißen müssen, um den für sie vorgesehenen Platz zu füllen. Die sind dankbar für (fast) alles, was ihnen vor die Füße fällt. Ob ein unter solchen Bedingungen entstandener Artikel für den Autor/die Autorin aber wirklich etwas bringt, darf bezweifelt werden.

    • Hallo Norbert,
      vielen Dank für dein Feedback!
      Wir sind auch davon überzeugt, dass eine der wichtigsten Bedingungen der direkte und persönliche Kontakt zwischen Autor und der Redaktion ist.
      Viele Grüße von der Buchmesse
      Jessy von BoD

  • Genau meine Meinung. All diese guten Ratschläge aller Distributoren, die einem suggerieren wollen, wie man Erfolg als SP erreichen kann. Meines Erachtens alles schön gedacht, aber unrealistisch.
    Auch ich habe lange schon die Erfahrung gemacht, OHNE einen Verlag im Nacken, kann man kämpfen bis zum Umfallen, ohne wirklich von seinen Büchern leben zu können. Ich schreibe unter verschiedenen Pseudonymen, Genre bedingt. Schreibe seit vielen Jahren.
    Aber meine Erfahrung ist eben auch, dass man OHNE einen echten Verlag im Nacken, nur durch Beziehungen, viel Geldeinsatz, oder Glück eine Chance hat, wirklich erfolgreich zu werden, außer man schafft es über Masse, alle 2-3 Monate ein Buch und verschleudert es billig. Dann schafft man Einkommen über Masse, wie die 1 € Shops arbeiten.

    • Hallo Safina,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Pressearbeit ist nur ein Teil von mehreren Möglichkeiten, um auf sich aufmerksam zu machen.
      Wichtig ist es Sichtbarkeit für dich als Autorin und für deine Bücher zu schaffen.
      Das schafft man über mehrere Wege des Marketings, zum Beispiel eine Autorenwebseite, Social Media Kanäle, veranstaltete Lesungen, Leserunden auf Leseplattformen etc.
      Auch als VerlagsautorIn muss man Zeit in sein eigenes Marketing investieren, um bei der Masse an Buchveröffentlichungen aufzufallen und seine Zielgruppe zu erreichen.
      Viele Autoren im Self-Publishing machen dies schon sehr erfolgreich und können auch davon leben.
      Unsere Autorin Marah Woolf zum Beispiel, investiert mehr als 40% ihrer Zeit ins tägliche Marketing und in die Kommunikation mit ihren Leserinnen.
      Hier auf unserem Blog haben wir viele Blogbeiträge, die dich sicher noch weiter inspirieren können und dir bei der Vermarktung deines Buches helfen werden.
      Viele Grüße von der Buchmesse
      Jessy von BoD

  • Wichtiges Thema, auch wenn man schließlich von den Absatzzahlen nicht zuviel erwarten darf. Bei eienr Lokalzeitung mit Auflage 70.000 und einem sehr großen Artikel kann es sein, dass lediglich 10 – 30 Titel über den Ladentsich gehen. Trotzdem natürlich für die Bekanntheit wichtig, Lesungen finde ich da schon wesentlich effizienter – und evtl. regelmäßige Artikel aus dem Buch in Zeitungen, die dann auch eine Entlohnung beinhalten vond em Medium (eine kleine).

    Kleine Ergänzung zu den Kanälen: neben den Buchbloggern gibt es ja auch die Booktuber, sicherlich die etwas modernere Variante. Ich habe auf meinem Blog eine große Liste deutschsprachiger Booktuber zusammengestellt: https://www.buzznews.de/ressourcen/liste-deutscher-booktubes/

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