Vision Board 2020

Der Jahreswechsel ist der geeignete Moment, um innezuhalten und das vergangene Jahr zu reflektieren. Wir zeigen dir, wie du deine Ziele auch visuell festhalten kannst.

Hast du dir bereits deine Jahresziele gesetzt? Wir möchten dir eine Methode zeigen, mit der du deine Ziele noch besser vor Augen behalten kannst – und das im wahrsten Sinne des Wortes: mit einem Vision Board.

Was ist ein Vision Board?

Ein „Vision Board“ (Zielcollage) ist die bildliche Darstellung von Träumen, Zielen, Vorstellungen, Wünschen und Vorhaben.

Diese kann man durch Bilder, Fotos, Zitate, Sprüche, Motive, Affirmationen (selbstbejahende Sätze, um uns umzuprogrammieren, indem man sie sich immer wieder sagt), Mantras und Glaubenssätze auf einem Vision Board kreativ visualisieren. Bilder sagen mehr als 1000 Worte und können so viel besser die Gefühle transportieren, die auch du mit deinen Wünschen verknüpfst.

Als Untergrund wird meistens ein Whiteboard, eine Pinnwand oder Pappe verwendet. Je nachdem, wie flexibel du dein eigenes „Vision Board“ halten möchtest, kannst du dich für eine der Versionen entscheiden. Whiteboards und Pinnwände haben den Vorteil, dass du einzelne Schnipsel austauschen kannst. Auf Whiteboards kannst du direkt schreiben und wenn du dein „Vision Board“ auf Pappe geklebt hast, bringt es garantiert niemand durcheinander. Du kannst es aber auch als Hintergrund auf deinem Smartphone einstellen und dadurch immer dabei haben.

Gesetz der Anziehung

Vielleicht hast du bereits etwas von dem Gesetz der Anziehung gehört. Im Prinzip sagt es aus, dass Gleiches immer Gleiches anzieht. Dieser Theorie nach kann unser Mindset die Zielerreichung positiv beeinflussen. Vielleicht ist dir aufgefallen, dass dir ein bestimmter Gegenstand, wie z. B. eine Jacke, die du gerade gekauft hast, plötzlich überall auffällt? Genau so kann es mit deinem Vision Board funktionieren.

Du möchtest, dass deine Buchvermarktung ein voller Erfolg wird? Wenn du deine Gedanken und Gefühle auf diesen Wunsch fokussierst, ist es sehr wahrscheinlich, dass dir die richtigen Menschen begegnen, die dir dabei helfen können. Oder deine Begeisterung und dein Wille erzielen genau das von dir erwünschte Ergebnis.

Ob du daran glaubst oder nicht: Schon bei der Erstellung deines Vision Boards verfestigst du deine Ziele und speicherst sie im Unterbewusstsein ab. Du kannst dir täglich deine Collage anschauen und neue Motivation daraus schöpfen.

Die Gestaltung deines Vision Boards

Am wichtigsten ist, dass dir deine Collage gefällt. Du musst das Gefühl haben, dass es dich motiviert und all die Dinge zeigt, die dir wichtig sind oder die du dir wünscht. Lass dir außerdem Zeit bei der Erstellung. Vielleicht brauchst du länger als einen Nachmittag. Wenn es am Ende dann aber für dich perfekt ist, ist es egal, wie lange du dafür gebraucht hast.

Deine visualisierten Wünsche müssen dabei übrigens nicht zwingend realistisch sein. Dein Vision Board enthält deine Vision und da ist träumen unbedingt erlaubt!

In 5 Schritten zu deinem eigenen Vision Board

Schritt 1: Ziele definieren und Zeiten festlegen
Zunächst solltest du dir grundsätzliche Fragen stellen, denn wenn du diese beantwortest, weißt du, was du willst und wonach du suchen solltest:

  • Was sind meine Ziele? Was möchte ich erreichen?
  • Wie sieht meine perfekte Zukunft aus?
  • Was ist meine Vision?
  • Wenn ich keine Angst haben müsste, was würde ich dann gerne tun?

Du kannst dir auch Fragen stellen, die sich mit deinen Schreib- und Veröffentlichungsprozess beschäftigen:

  • Möchte ich ein Buch veröffentlichen?
  • Wie kann ich mein angefangenes Manuskript zu Ende bringen?
  • Möchte ich mein Buch in einer Buchhandlung sehen?
  • Wie kann meine Autoren-Webseite aussehen?

Deinen Zielen kannst du nun einen Zeitraum zuordnen, in dem du sie erreichen möchtest: Möchtest du auf deiner Collage die Träume der nächsten drei Monate oder der nächsten fünf Jahre festhalten? Je nachdem, für welchen Zeitraum du dich entscheidest, kannst du konkreter oder allgemeiner bei der Darstellung werden.

Schritt 2: Kategorien festlegen
Im zweiten Schritt wählst du dir die Bereiche aus, in die du deine Ziele einteilen kannst. Wofür möchtest du ein Vision Board? Für deine private Entwicklung? Für deine beruflichen Träume? Oder möchtest du beides in einem verbinden?

Hier sind einige Beispiele für mögliche Lebensbereiche:

  • persönliche Entwicklung (Affirmationen)
  • Lebensweise (Ernährung, Sport)
  • Beziehungen (Familie und Freunde)
  • materielle Ziele (Haus, Auto)
  • Karriere & Beruf (Gehalt, Position)
  • Freizeit (Reisen, Hobbys)

Schritt 3: Ideen sammeln
Nun heißt es sammeln! Und zwar am besten alles, was du finden kannst und genau zu deinen Zielen passt. Tolle Quellen für Inspirationen können Pinterest, Instagram, Pixabay oder Unsplash sein. Du kannst Worte aus Zeitungen ausschneiden, Bilder ausdrucken, Zitate aufschreiben und dabei maximal erfinderisch werden. Du kannst so lange Ideen sammeln, bis du genug Schnipsel für jeden Lebensbereich hast, den du vorher bestimmt hast.

Schritt 4: Gestalten
Wenn du alle Einzelteile beisammen hast, kannst du bei der perfekten Zusammenstellung kreativ werden. Ordne die Bilder, Wörter und Motive so an, wie es dir gefällt. Wichtig ist, dass du das Vision Board so gut findest, dass es beim Ansehen jedes Mal ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert. Inspirationen für mögliche Ergebnisse findest du weiter unten.

Schritt 5: Platzieren
Fertig! Die Gestaltung ist nun abgeschlossen. Wähle für deine Collage einen Platz aus, auf den dein Auge automatisch mehrfach am Tag fällt. Das könnte zum Beispiel der Platz über deinem Sofa, gegenüber von deinem Schreibtisch oder auf der Innenseite deiner Haustür sein.

Wir wünschen dir viel Spaß bei der Gestaltung deines eigenen Vision Boards!

Kommentare

  • Liebes Books on Demand Team,

    danke für eure Perspektive zum Thema Vision Board erstellen. Aus meiner Sicht müssen Vision Boards bei Autoren noch viel bekannter werden, denn sie sind ein besonders effektives Zielerreichungs-Tools.

    Ich bin euch daher sehr dankbar, dass ihr einen Beitrag dazu leistet. Ich habe mir mittlerweile schon sehr viele Vision Boards erstellt und schwöre als Vision Board Veteran auf Vision Boards.

    Für Leute, die – so wie ich – nicht so viel Spaß am Basteln haben, empfehle ich unbedingt es mit digitalen Vision Boards auszuprobieren. Mein aktuelles digitales Vision Board habe ich z.B. auch als Desktophintergrund eingestellt, sodass ich es jedes Mal sehe, wenn ich an meinem Laptop bin.

    Das ist natürlich gerade für digitale Nomaden besonders attraktiv, weil man beim Reisen in der Regel keine große Collage mitschleppen will.

    Für alle mit festen Wohnsitz hat so ein klassisches Vision Board aber natürlich noch einen ganz anderen Charme.

    Was für Autoren auch gut funktioniert, ist sich zu größeren Schreibprojekten ein ganz konkretes Vision Board zu erstellen.

    Ich persönlich habe vor einiger Zeit Video Vision Boards als meine Liebglingsform für mich entdeckt.

    Zum Abschluß noch eine Zukunftsvision:

    Wäre es nicht genial wenn Kinder bereits in der Schule “Vision Boards erstellen” als Projekt z.B. im Kunstunterricht hätten und sich bereits ihre ersten Vision Boards in der Schule erstellen würden?!?!?

    Liebe Grüße
    Joachim von

    • Hallo Joachim,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Vision Boards sind wirklich ein tolles Instrument, nicht nur für Autorinnen und Autoren.
      Auch privat kann es einem helfen, den Fokus zu behalten und sich Ziele zu setzen.

      Viele Grüße
      Jessy von BoD

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