Die #BoDSchreibwerkstatt: Schreibimpulse

Du schreibst gerne Geschichten, brauchst neue Inspiration und möchtest dich einer kleinen Aufgabe stellen?

Du schreibst gerne Geschichten, brauchst neue Inspiration und möchtest dich einer kleinen Aufgabe stellen? Dann bist du hier genau richtig!

In regelmäßigen Abständen werden wir ab sofort Schreibimpulse im Rahmen unserer #BoDSchreibwerkstatt auf unserem Instagram-Account mit dir teilen. Wenn du eine Aufgabe siehst, die dir gefällt, schreibe einfach einen Dialog, eine kleine Kurzgeschichte oder deine Gedanken dazu unter den Beitrag. Hinterlasse zusätzlich gerne Kommentare zu den Werken anderer Autorinnen und Autoren. So können wir uns alle gegenseitig unterstützen, Feedback geben und vernetzen!

Bereit? Dann starten wir mit der ersten Aufgabe:

Verfasse einen kurzen Text als Kommentar unter diesen Artikel oder auf unserem Instagram-Kanal zu unserem Schreibimpuls „Hey, sieh mich an.“.


Selbstverständlich kannst du auch einen längeren Text auf deinem Account dazu schreiben. Verwende dann gerne den Hashtag #BoDSchreibwerkstatt und markiere uns in deinem Beitrag.

Wir freuen uns auf deine Antwort!

Autorin

Jessy Halermöller

Jessica Halermöller

ist seit 2018 für den Bereich Content- und E-Mail-Marketing bei BoD verantwortlich und betreut neben dem Blog und Newsletter für Autor*innen auch die Social-Media-Kanäle des Unternehmens. Wenn sie privat nicht gerade Boulderwände hochklettert, liest sie am liebsten Gegenwartsliteratur und Fantasyromane.

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Kommentare

  • Der erste klare Satz den ich wahrnehmen konnte war,,Hey, sieh mich an. Ich wusste weder wo ich war, noch wer ich bin. Ich lag in etwas nassem , konnte aber nicht genau sagen was es war , das lag wohl daran das ich mich davor drückte meine Augen zu öffnen und es herauszufinden. Als ich mich gerade wieder in meinen Gedabkek verlieren wollte , sagte erneut die gleiche Stimme etwas lauter ,, Hey, sieh mich an. Und das tat ich dann langsam auch.

    • Hey, sieh mich an!
      Weißt du überhaupt, wer vor dir steht? Nein? Aber du siehst mich doch jetzt an, dann weißt du doch jetzt alles von mir… oder?
      Du siehst mich an und schon entsteht ein Bild in Deinem Kopf. Aber es ist eben nur ein Bild, ein erster Eindruck. Es heißt, der erste Eindruck entsteht in der ersten Sekunde und ändert sich so schnell nicht mehr. Wer ich bin, wird von dir also in einer Sekunde entschieden.
      Entscheidend ist dann, was du in mir siehst und fühlst.
      Hey… oder siehst du mich nur an?

  • Warum willst du mich plötzlich verlassen? Es lief doch bisher prima zwischen uns. Was ist passiert? Steckt ein anderer Mann dahinter?
    Hey, sieh mich an!

  • „Hey, sieh mich an.“ Er scheint zu spüren, wieviel Zorn in meiner Stimme bebt. Ohne den Kopf zu bewegen, blickt er mir kurz in die Augen. Und war sofort wieder auf seinem Smartphone. „Was?“ bellte er zurück. „Du nervst!“

  • Spontan habe ich erstmal gedacht: „Warum sollte ich“, aber jetzt frage ich mich: „Warum eigentlich nicht?“ Menschen lernt man schließlich nur dadurch kennen, dass man sie wahrnimmt, und auch ich würde gerne von dem einen oder anderen wahrgenommen werden, und weiß nicht, was mir entgeht, wenn ich andere nicht wahrnehme. Würden wir uns immer für den anderen interessieren und offen für Gespräche sein – jedenfalls in Gegenden, wo Offenheit nicht als Einladung zur Übergriffigkeit verstanden werden könnte – dann könnte das durchaus mehrere Leben bereichern.

  • „Hey, sieh mich an!“ steht schon im Widerspruch zu der Aussage „Ich schau dir in die Augen, Kleines.“ in dem alten und interessanten Film „Casablanca“. Wohl und angenehm hört sich der Ausspruch aus „Avatar“ an: „Ich sehe dich!“

    Genau das meint wohl obiger zuerst zitierte Ausspruch meinen: „Sehe mich an und erkenne mich, ich erlaube es dir!“ Das ist schon etwas Handfestes einen Menschen ansehen, besser in die Augen sehen, denn die Auen sind Fenster in die Seele eines Menschen, doch das muss erst einmal geübt werden, also „Hey, sieh mich an!“

  • „Hey, sieh mich an!“
    Du siehst mich nicht? Wie kann das sein?
    Ich drehe mich, ich springe hoch, ich ziehe ein Gesicht.
    Rede mit mir.
    Ich bin doch hier, ganz nah bei Dir.

  • Meine Augenlider waren fest geschlossen. Ich fühlte mich völlig unsicher. Auf dem Rücken liegend spürte ich von den Beinen bis zum Kopf eine undiffinierbare, aber trotzdem nicht unbedingt unangenehme Nässe. Als ich diese, in einer ganz besonders warmen Tonlage gesprochenen Worte zu zweiten mal vernahm, entschloß ich mich ganz spontan, vielleicht auch eine Spur neugierig, die Augen zu öffnen. Diese Worte : „Hey, sieh mich an“ wirkten tief in mir wie ein Echohall. Um mehr zu sehen, um zu erfahren, wem diese angenehme Stimme gehörte, bemühte ich mich vorsichtig, mich ein wenig Aufzurichten. Es gelang mir aber nicht. In diesem Moment war es, als spürte ich eine Hand in meinem Nacken. Es war der Notarzt. „Er hat Puls! Ich brauche schnell einige Helfer, die mich dabei unterstüt-zen, den Körper aus diesem Morast zu heben, damit wir ihn auf die Bahre und auf dem schnellsten Weg in den Heli bringen können. Wenige Minuten später hob der Rettungshubschrauber ab, um zwei Verletzte, die den Absturz eines viersitzigen Sportflugzeuges bei Überlingen am Bodensee durch großes Glück überlebt hatten.

    • Sehr Fazinierender Beitrag. Hat mich sehr berührt. Schön, dass Sie ihn veröffentlicht haben und die Leser an dem Schicksal teilnehmen lassen.
      Sigrun Preiser

  • „Hey, sieh mich an!“ Ja du, genau du. Ich lächle dich an und du merkst es nicht, weil du immer nur deine Schuhspitzen betrachtest. Schau nach oben, da läuft das Leben, dir spontan und wunderschön entgegen. Da blitzt dich mein Lächeln an und lädt dich ein. Komm, wir nehmen uns bei der Hand und entfachen eine Pandemie des Lächelns, des zwischenmenschlichen empathischen Verstehens, eine Pandemie der Liebe. Komm, mit mir mit, wir wolln uns beide traun, die Welt ein wenig liebevoller baun.

  • Hey, sieh mich an, sieh in meine Augen und tauche ein in eine Kommunikation mit Deinem Ich in mir. Was siehst Du? Was hörst Du? Bist Du bereit Dich wirklich zu sehen? Nackt und schnörkellos, ohne die Tarnung des Alttags, ungeschminkt.

  • „Sie mich an!“ Wenn Mama das sagte, dann wurde es ernst. Dann hatte ich etwas verbockt. Sie mit etwas Frechem herausgefordert. „Sieh mich an!“. Wer kann das dann schon? Ich konnte es, allerdings mit bockig vorgeschobener Unterlippe. Dann kamen mahnende Worte, meist eher sanft, manchmal nicht. Sie hatte ja recht, aber ich hätte mir lieber die Zunge abgebissen, bevor ich das zugegeben hätte… Das alles ist viele Jahre her. Jahrzehnte. Zuletzt habe ich zu ihr gesagt „Sieh mich an!“ Immer wieder. Sie hat es nie getan. Nicht bewußt. Nur manchmal, da streifte ihr Blick meine Augen… Aber sie sah mich nicht. Sie sah irgend etwas anderes, durch mich hindurch.

    Demenz löscht Festplatten in den Köpfen. Gründlich. Demenz lässt leere Hüllen zurück. Ihre leere Hülle hat Mama jetzt abgestreift. Sie ist frei. Und sie wird schauen, zu mir, von wo auch immer, wenn ich ihr zurufe, ganz sanft „Sieh mich an!“

  • Hey, sieh‘ mich an!
    Das habe ich alles für dich getan, nur für dich!
    Ein neues Kleid für heute Abend zur Party bei Sven und Eva! Die neue Frisur, so, wie du sie magst, wenn mir die Locken ins Gesicht fallen. Auch der Nagellack, den ich sonst nie nehme, weil er unpraktisch ist, habe ich für dich aufgetragen, weil du es magst, wenn ich dich so berühre.
    Ich habe mich nur dezent geschminkt, weil ich weiß, dass du zu viel Makeup nicht magst.
    Und die Netzstrumpfhose, die ich eigentlich hasse, wollte ich dir zu liebe anziehen, denn ich mag deinen Blick, wenn du mich deswegen so verschmitzt ansiehst.
    Aber du sitzt vor deinem Laptop bei diesem Kriegsspiel, starrst auf den Bildschirm und fragst mich, wann ich fertig bin! Geht’s noch???
    Hey, sieh‘ mich an!

  • ich stehe in einer Reihe mit Frauen, jung, jünger, viel jünger als ich. Der Boss kommt vorbei und schüttelt mir die Hand, schaut mich aber nicht, nicht ein Einzigesmal, an. Sein Blick geht zu meiner Nachbarin währen er meine Hand schüttelt. Ich hätte gerne gesagt „Hey, sieh mich an“, aber er würde es sowieso nicht verstehen.

  • „Hey, sieh mich an!“ Robert dachte gar nicht daran aufzublicken. Er saß vor mir auf seinem Stühlchen und war emsig damit beschäftigt, seine Finger zu verknoten und wieder zu entwirren. Dies erforderte anscheinend seine ganze Aufmerksamkeit, da konnte er natürlich nicht auf solche Nebensächlichkeiten wie eine zu erwartende Standpauke achten. „Robert, ich rede mit Dir!“ Da erinnerte ich mich an eine ähnliche Situation, die mir selbst noch immer ein unbehagliches Gefühl hervorruft. Ich war spontan über die Straße gerannt, um meinen Freund noch etwas Unwichtiges sagen zu können, ehe er in seinem Elternhaus verschwand. Auf den Verkehr hatte ich nicht geachtet. Ein Motorradfahrer konnte nur durch ein abruptes Brems- und Ausweichmanöver einen Zusammenstoß vermeiden und stürzte schwer. Mein Vater fuhr auch Motorrad und ich konnte ihn bei der folgenden Standpauke nicht ansehen auch wenn er noch so oft rief: „Sieh mich an, wenn ich mit Dir rede!“ Nun war ich wieder in so einer Situation, allerdings auf der anderen Seite. Aber was ist schon ein infolge missbräuchlicher Verwendung zerbrochenes Schmuckstück gegen einen leichtsinnig verursachten Verkehrsunfall? „Darüber reden wir noch. Geh in dein Zimmer!“

  • „Hey, sieh mich an“
    Ja, so oder in ähnlicher Form, habe ich das schon unzählige Male gehört. Immer und immer wieder. Nicht im Sinne von Drohung oder Bedrohung. Ja es waren stets Aufforderungen, die Gutes im Sinn hatten, das weiß ich ganz genau. Eine, wenn nicht, DIE BEGEGNUNG SCHLECHTHIN, ist mir in Erinnerung und umfängt mich bis heute. Es war der 23.8.2020, da stand ich in einem hell erleuchteten, wunderbar schimmernden Raum, der alles enthielt, was ich mir nur denken kann. Das „hey sieh mich an“ war auch da, doch unnötig es mir noch offerieren.
    Die Seele hat sich mir gezeigt, golden und unverstellt.
    Da wäre ein nicht Ansehen unmöglich gewesen.
    Ich hatte damit absolut nicht gerechnet, nach dem Impuls, mich anzusehen, der mir gegeben wurde, meiner Seele auf diese Weise gegenüber zu stehen.
    Ich bin dankbar, auch dieses tiefe Erlebnis erlebt zu haben.
    So wie schon sehr lange, werde ich, wenn die Zeit gekommen ist, mich weiter ansehen. Hey, das mache ich

  • Hey, sie mich an! Ich bin von Gott gesandt worden, um dich als Mensch zu erretten. Wenn du mich in deinem Leben angenommen und in deinem Herzen aufgenommen hast, bin ich in dir lebendig und du hast als Kind Gottes dieselbe Bestimmung und nicht mehr dein Wille, sondern der Wille Gottes geschieht durch dich. Und du erschaffst das Paradies auf Erden! Halleluja!

  • „Hey, sieh mich an“, mahnte ich.
    Der Junge stand mit gesenktem Kopf vor mir und stammelte Unverständliches in Richtung Fußboden.
    „Ich hör dich nicht und – ich seh’ dich nicht“, tadelte ich streng.
    Er hob langsam den Kopf, sah mich ängstlich an und murmelte: „Es tut mir leid, ich tu’s nie wieder.“
    „Na dann ist’s gut.“

  • „Hey, sieh mich an!“
    – „Warum?“
    „Warum! Warum! – Sieh mich an…“
    – „Was meinst du damit?“
    „Bitte – Du – ich – ich stehe hier vor dir – du schließt die Augen…?“
    – „… “
    „Eine Träne – und du lächelst…“
    (mit geschlossenen Augen)“Ich sehe dich.“

  • NEIN, schau lieber auf die Bäume, die ständig wachsen, schau lieber auf die Autos, die ständig fahren, schau lieber auf die Vögel, die ständig fliegen. Und du mit deiner prima Haut, siehst mich nicht.

  • Es wurde täglich dunkler, kälter, leiser. In mir, nicht draußen – draußen war Hochsommer, und alles wunderbar. Mein Leben aber schmerzte, das Da-Sein tat mir weh. Rund um mich war alles da – Haus, Hof, Partnerin, Kind. Alles im Überfluss – und alles war zu viel. Es fehlte mir an nichts, aber ich war innerlich leer, erschöpft, zerstört. Die Seele wollte das Ende, der Kopf hatte die Lösung.

    Augenblicke vor meinem letzten Augenblick hörte ich Dich: „Hey, sieh mich an!“

    Ich sehe Dich seit nun fast 10 Jahren. Ich betrachte Dich morgens, wenn ich Dich wecke, und blicke Dir in die Augen, nachts, bevor ich das Licht aus mache. Ich seh Dich in meinen Träumen, ich seh Dich neben mir, jeden Tag.

    Das Strahlen Deiner Augen hat die Leere in mir gefüllt, wurde zum Licht in der absoluten Dunkelheit, hat mich vor dem letzten Augenblick gerettet. „Hey, lass uns gemeinsam nach vorne sehen, für immer!“

    Danke!

  • Ich erlebte sonderbare Dinge, über die ich mich sehr freute. Bis mich jemand an den Schultern schüttelte. „Hallo, du, sieh mich an, wach auf! Hey, sieh mich an! Hast du gut geträumt? Durch dein Gekicher und dein fröhliches Lachen hast du mich geweckt. “ Schade, nun war mein Traum zu ende.

  • „Es nützt Dir nichts! Du kannst nicht vor mir weglaufen!“

    „Warum nicht?“

    „Weil ich ein Teil von Dir bin!“

    „Du bist kein Teil von mir, nur weil Du glaubst mich besitzen zu können! Meine Wahrheit ist, dass Du kommen konntest, weil ich schwach war und dass Du nun gehen wirst, weil ich es will.“

    „Da ich gekommen bin und jetzt gehen soll, bedeutet dies doch, dass ich in der Zwischenzeit ein Teil von Dir war. Deshalb werde ich auch nicht gehen können!“

    „Nein, wenn Du ein Teil von mir wärest, könntest Du nicht gehen, aber eben auch nicht kommen. Du bist lediglich etwas Vorübergehendes, welches seine Nutzlosigkeit bewiesen hat“.

    „Also bitte! Hey, schau mich an. Erkennst Du nicht all diese glücklichen Momente, zu denen ich Dich geführt habe?“

    „Richtig! Es waren Momente. Dem Vergessen anheimgefallen im Nu! Ohne Nachhaltigkeit. Nur eine Wirkung, die nach einer neuen Ursache bettelte. Ich habe mich von Dir treiben lassen. Jetzt aber weiß ich, dass ich mit Dir niemals ankommen werde. Denn der Weg zum Ziel war falsch, weil das Ziel niemals der Weg sein kann.“

    „Aber….“

    „Kein aber! Nur noch dieses letzte, schwache Glimmen, dann wirst Du für immer verlöschen.“

  • Mit durchdringendem Blick fixierte Sie den Jungen. „Hey, sieh mich an.“, bat sie mit sanfter Stimme. „Ich weiß, Du siehst nur noch Schwärze, aber sieh mich an! Ich bin da und ich sage Dir, es gibt noch Licht. Es sind sehr viele schlimme Dinge geschehen in Deinem Leben, aber glaube mir, es werden gute Tage kommen, wenn du jetzt nicht aufgibst. Gib nicht auf!“ Der Junge sah sie nicht an. Tonlos und fast unhörbar flüsterte er: „Für was? Für wen?“ Sie fasste Hoffnung. „Ich könnte jetzt sagen: Für Deine Mutter, die Dich geboren und geliebt hat. Für Deine Schwester, die Dich so dringend brauchen wird, wenn sie etwas älter ist. Für Deine Freunde, denen du wichtig bist. Aber das wäre alles egal. Für DICH sollst Du leben. Du hast so viel Kraft, so viele Talente. Ich weiß ganz genau, dass Du es schaffen wirst, wenn Du es willst und wenn Du Dir vielleicht ein kleines bisschen helfen lässt.“ Eine Träne rann über seine Wange. Ein warmer Schauer durchfuhr sie. Eine Träne hieß Trauer, hieß, dass es noch etwas gab, was diesen geschundenen Jungen berührte. Noch leiser als zuvor sprach sie ihn an: „Hey, sieh mich an.“ Vorsichtig streckte sie die Hand aus. Und langsam, ganz langsam legte er seine Hand in ihre.

  • Ich lief so schnell ich konnte zur Tür. Ich rüttelte daran doch sie war verschlossen. Mein rütteln wurde immer panischer und er kam immer näher. Warum ließ er mich nicht einfach gehen? Ich würde auch keinen etwas verraten. Tränen liefen mir über das Gesichtr und ich zitterte am ganzen Körper. “ Bitte,“flehte ich “ lass mich gehen.“ Plötzlich griff er meinen Arm und und zerrte mich zu ihn hin.
    „Hey, sie mich an !“ brüllte er, ließ mein Arm los doch jetzt griff er nach meinem Haar und zog es runter, sodass ich keine andere Wahl hatte als ihn anzuschauen “ Sieh, mich an, sagte ich,“ Ich schaute ihn direkt in seine Augen, „du kommst hier nicht weg. Du gehörst mir !“

  • #BoDSchreibwerkstatt

    Hey, sieh mich an – aber nicht so!

    Vorhin im Einkaufszentrum Rathauscenter. Dort ist Innen überall Maskenpflicht.
    Ich gehe an einem jüngeren Mann vorbei.
    Kurzer Vollbart, kaum größer als ich (also nicht groß).
    Seine schwarze Maske bedeckt noch knapp die Oberlippe.
    Ich bleibe kurz stehen, schaue ihn an und tippe zwei mal kurz auf meine maskenbedeckte Nase.
    Er erstarrt. Reißt seine Augen blitzend weit auf.
    Dann eine rasche Bewegung. Ruckartig fährt seine rechte Hand zur Maske. Zieht sie bis unters Kinn herab!
    Herausfordernd ruckt nun sein Kinn vor, auch den gesamten Kopf streckt er in meine Richtung, starrt mich mit zornig loderndem Blick seiner dunklen Augen an.
    Ich tue: nichts. Allerdings weiche ich auch nicht zurück. Ich halte dem Blick Stand, erwidere ihn. Ernst, traurig und entschlossen.
    Das geht dann so einige Sekunden.
    Ein Unentschieden ist dann dem tapferen Recken aber anscheinend Sieg genug.
    Den Rücken durchgestreckt und mit erhobenem Haupt wendet er sich dann ab.
    Ich bin sicher, es war ihm nicht klar, dass ich seine dann folgende Handbewegung doch noch gesehen habe.
    Er zog die Maske wieder hoch. Bis über die Nase hinauf …
    🙂
    MfG
    BTB

  • „Hey, sieh mich an!“
    So quatscht mich einer an.
    Dunkel war’s und ich allein,
    das Gegenüber roch nach Wein.
    „Hey, Sie mich auch!“
    ist meine freche Anwort
    drauf, und ich bin fort.
    Zur Sicherheit bin ich gerannt,
    doch sonst war’s wirklich elegant.
    Das macht man nur in jungen Jahren,
    wenn man noch frech und unerfahren.
    Zur Nachahmung rat ich nur dann,
    wenn man sportlich laufen kann
    und wenn man nicht zu schau’n vergisst,
    ob der Fluchtweg offen ist …
    Sonst sagt man besser: „Tut mir leid,
    heut‘ hab ich wirklich keine Zeit.“
    So mach‘ ich’s jetzt im Fall des Falles,
    und ich erspar‘ mir Streit und alles.

  • „Hey, sieh mich an!“. lautete der Satz, den uns unser Deutschlehrer gegeben hatte, um uns zum Verfassen einer eigenen Geschichte zu inspirieren. Verdammt, haette ihm nichts Besseres zur Inspiration einfallen koennen? Vielleicht eine Frage oder ein anderer Satz, der nicht sofort an einen dumpfen, muskuloesen Macho denken liess, der seine zierliche Freundin wieder einmal in den Senkel stellt, weil sie es gewagt hat, in der U-Bahn einen anderen Mann anzuschauen? Wer hat schon Lust, eine Geschichte zu schreiben, die solchen Typen eine Hauptrolle garantiert? Reichte es nicht, dass es diese Art von Mann schon zu Hauf in meinem Umfeld gab? Aber was konnte man schon von einem erwarten, der sich mit Dave Brubeck Brille und braunem Cordblazer vor die Klasse stellt, ein permanent Laecheln zur Schau traegt und jede Gelegenheit nutzt, den Maedchen tief in den Ausschnitt zu blicken?. Dr. Thomas Maria Guttendorf war alles andere als harmlos.

  • Diogenes, der weise Mann,
    der in der Tonne leben kann,
    von Alexander einst befragt,
    nach seinen Wünschen, hat gesagt:
    „Hey, sieh‘ mich an,
    ’s liegt mir viel dran.
    Ich möcht des Lichtes Antlitz seh’n,
    Er mög‘ mir aus der Sonne geh’n.
    Alexander, gross und unverwegen,
    hat sich darauf aus der Sonne begeben.

    • Gute Idee, eine Anekdote in Reime zu übertragen – da „hänge ich mich an“, ich hoffe, man kann noch einen zweiten Beitrag posten:

      Napoleon, Frankreichs hochberühmter Sohn,
      hat wieder eine Schlacht gewonnen.
      Die Mutigsten will er belohnen.
      Um die Tapfersten zu ehren,
      wird er jeden Wunsch gewähren.

      Da steh’n sie nun vor ihm, die Braven,
      des Krieges strapazierte Sklaven,
      sich die Belohnung abzuholen:
      ein Deutscher, ein Soldat aus Polen,
      dazu eine Ordonnanz.

      Der Pole wünscht ein freies Polen.
      „Es sei demnächst, wie Du befohlen“,
      verspricht Napoleon feierlich.
      Dann wendet er zum Deutschen sich.
      Der braucht eine neue Brauerei,
      die seine ging im Krieg entzwei.
      „Sie wird Dir wieder aufgebaut“,
      verspricht der Feldherr forsch und laut.
      Die Ordonnanz, ein kleiner Schwejk,
      schlau, gerissen und nicht feig,
      kennt das Leben von allen Seiten.
      Man sieht den Feldherrn zu ihr schreiten.
      Der Diener hält die Augen gesenkt,
      man merkt, dass er sich etwas denkt.

      „Hey, sieh mich an! Ich bin’s,
      der Euch die Schlacht gewann.
      Doch ich verdanke es auch Dir.
      Sieh mich an, was wünscht Du Dir?“

      Des Dieners Wunsch ist bescheiden, gering:
      Er wünscht sich sauren Hering.
      Schon lange habe er keinen verzehrt.
      Dies sei’s, was sein Herz begehrt.

      Ob sich Napoleon gefrozzelt fühlt?
      Man merkt ihm nicht an.
      „Dein Wunsch wird erfüllt“,
      sagt er sodann, leicht unterkühlt.

      Der Deutsche und der Pole zerkugeln sich vor Lachen
      und hören gar nicht auf mit dem Sich-Lustig-Machen.

      Der Diener aber bleibt gelassen.
      Er kennt des Feldherrn leere Kassen
      und informiert die andern bald
      über den wahren Sachverhalt.
      „Für Euch ist also nichts zu holen,
      keine Brauerei, und auch kein freies Polen.
      Für mich schaut’s etwas besser aus:
      Vielleicht – vielleicht – mit sehr viel Glück,
      krieg‘ ich den Hering, ein paar Stück.“

  • hey sieh` mich an

    geh endlich
    ich will dich nicht mehr
    in meinem leben haben
    du tust mir nicht gut

    es war die große liebe
    hast sie zerstört
    mich zerbrochen
    beinahe umgebracht

    küss mich ein letztes mal
    und dann geh

  • Hey, sieh mich an!
    Weißt du überhaupt, wer vor dir steht? Nein? Aber du siehst mich doch jetzt an, dann weißt du doch jetzt alles von mir… oder?
    Du siehst mich an und schon entsteht ein Bild in Deinem Kopf. Aber es ist eben nur ein Bild, ein erster Eindruck. Es heißt, der erste Eindruck entsteht in der ersten Sekunde und ändert sich so schnell nicht mehr. Wer ich bin, wird von dir also in einer Sekunde entschieden.
    Entscheidend ist dann, was du in mir siehst und fühlst.
    Hey… oder siehst du mich nur an?

  • Hey, sieh mich an.

    Die Worte der Ballettmeisterin bewegen mich im Nachhinein immer noch.

    Das obere Brustbein, das Stück unter dem Kinn, ist die imaginär höchste Stelle des Körpers. Richte dich auf, du stehst auf der Bühne und jeder schaut dich an. Man soll dich sehen, dich wahrnehmen. Du bist da, du bist groß und präsent. Sag dir, hier bin ich. Hey, sieh mich an!

    Ich gehe die Straße entlang, mit schnellen Schritten im feuchten Nebel und ziehe den Kragen hoch.

  • „Hey sieh mich an.“
    mit diesem lautlosen Satz versuchte der Hundewelpe auf sich aufmerksam zu machen.
    Leider konnte der kleine Mischlingshund nicht sprechen. Darum fing er an ganz leise und nur für meine Ohren bestimmt zu fiepen und sich dabei dicht an die Käfigstäbe zu drücken.
    Er hatte Erfolg damit.
    Und schon bald darauf kuschelte er sich in sein neues Hundekörbchen in unserem Wohnzimmer.

    Er bekam den Namen FIEPS von uns.

  • hey, sieh mich an“, dachte ich nur.
    Wie kann ein reifer Mann, Chef einer kleinen Werbeagentur, so unsicher sein, dass er mir nicht einmal in die Augen schauen kann, weil er
    mein Projekt nicht gut findet?
    ich eine Frau bin und er nur mit Männern über Geschäfte und Verträge spricht?
    mich nur empfangen hat, weil er glaubte, meinem Mann, seinem Kunden, einen Gefallen tun zu müssen?
    ich ihn verwirre oder irritiere?
    Das werde ich wohl nie erfahren. Mir tut er einfach leid und meine verlorene Zeit mit diesem seltsamen Menschen auch. Schnell verabschiede ich mich kopfschüttelnd. Jedenfalls haben mir meine Entwürfe viel Spaß gemacht. Die damit verbrachte Zeit war es mir wert.

  • Hey, sieh mich an, ein letztes Mal,

    Hey, sieh mich an. Öffne ein letztes Mal deine müden Augen und schau in mein tränennasses Gesicht. Ich streichle deine geliebten, noch warmen Hände, bevor auch sie für immer in meinen Träumen verschwinden müssen.

  • ‚Hey, sieh`mich an, wie frech ist das denn? Ich halte nichts davon, Menschen zu zwingen mich anzuschauen. Mache mir meinen eigenen Reim auf das Wegschauen anderer. Liegt bestimmt auch nicht immer an mir, mitunter schon, aber wer will das jedesmal richtig entscheiden? Hey, sieh`mich an, hat etwas Aggressives. Erinnert an die Eltern, die einen beim Naschen, Lügen, Kaputtmachen und Sonstwas erwischt haben und in autoritärer Manie sich durchzusetzen versuchen. Keine gute Erinnerung. Und das soll ich zu jemanden auch sagen? Lieber nicht, wer nicht in Kontakt mit mir treten will, soll´s bleiben lassen.

  • „Hey, sieh mich an“ Sarah trat aus der Haustür um einen Spaziergang zu machen. Sie machte Urlaub auf der Alb. Nachdem sie einige Schritte gegangen war, verspürte sie ein Kribbeln in ihrem Nacken. Sie wurde wieder einmal verfolgt. Sie lief schneller , doch ihr Verfolger auch. Sie lief, doch in ihren roten HighHeels kam sie nicht so schnell voran. Am Ufer der Lauter angekommen, stolperte sie und fiel hin, mit dem Gesicht ins Wasser.
    Als sieh hochblickte : sagte sie „Hey sieh mich nicht so an, hilf mir lieber auf. Doch ihr Gegenüber hielt sie fest und drückte sie wieder unter Wasser, sodass sie keine Luft mehr bekam, zuviel Wasser schluckte und schließlich ertrank.Sie wehrte sich zwar, zerkratzte ihrem Peiniger das Gesicht, Ihre weit aufgerissenen Augen verrieten, dass sie ihren Mörder erkannt hatte.
    So wurde sie später von Spaziergängern gefunden, die die Polizei verständigten Dieser Kommentar wird in meinem neuen Buch….an der …. eingebracht. Karin Maria Goller Autorin

  • „Hey, sieh mich an!“
    (01.12.2021)

    Trotzig saß sie auf diesem Stuhl am Küchentisch, den Blick starr auf den Boden gerichtet. Wütend war sie, jawohl! Darauf, dass er ihre Zickereien, ihre Sticheleien einfach so an sich abprallen ließ, jetzt sogar den Spieß umgedreht hatte und sie in die Enge getrieben hatte. Und ihre Freundin hatte nichts Eiligeres zu tun gehabt, als sich mit einem: „Ich geh dann mal raus, Erdbeeren pflücken!“, zu verpissen. Aus der Nummer würde er sie ohne eine Erklärung, eine Entschuldigung, nicht mehr rauslassen. Das war ihr klar. Dennoch war sie entschlossen, ihn so lange wie möglich zappeln zu lassen.
    Sie beide waren jetzt allein in der Küche. Er zog sich seinerseits einen Stuhl heran, setzte sich ihr direkt gegenüber hin.
    „Hey, sieh mich an!“, forderte er mit sanftem Nachdruck, versuchte, ihr Kinn mit den Fingern anzuheben, sodass sie ihn ansehen musste. Mit einer ruckartigen Bewegung riss sie ihren Kopf zur Seite, starrte nur noch entschlossener auf den Fußboden.
    „Wenn du nicht mit mir redest, dann kommen wir auch nicht weiter“, versuchte er es erneut. „Was auch immer dein Problem mit mir ist, wir können es nicht lösen, wenn du kein Wort sagst, mich nicht mal ansehen willst.“
    Bockig verharrte sie in ihrer stummen Abwehr während er einen weiteren Vorstoß versuchte: „Falls du sauer bist wegen meiner Bemerkung über dich und den Nachtisch, klumpiger, angebrannter Vanillepudding, ich weiß, das war gedankenlos von mir und nicht besonders taktvoll. Dafür entschuldige ich mich. Und als Entschädigung bereite ich dir gern eine Crème Brûlée zu, nach der du dir alle 10 Finger leckst. Na, ist das ein Angebot?“
    Noch immer kam keine Reaktion von ihr. Langsam gingen ihm die Ideen aus, wie er ihren Panzer aus Abwehr knacken sollte. Resigniert seufzte er tief auf: „Okay, du willst nicht reden, du ignorierst mich, du springst nicht mal auf meine Crème Brûlée an. Wäre es irgendwie hilfreich, wenn ich tot umfallen würde?“
    Mit der Reaktion, die jetzt kam, hätte er nie und nimmer gerechnet. Aufschluchzend warf sie sich in seine Arme, stieß von Schluchzern unterbrochen aus: „Sag doch nicht sowas Dummes! Ich will doch nicht, dass du tot bist!“
    Sie weinte weiter, in seinen Armen. So heftig, dass ihn jetzt wiederum ihr Weinen völlig ratlos machte. Mit sanftem Streicheln versuchte er, sie irgendwie zu beruhigen, sagte schließlich:
    „Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Was ist denn nur los mit dir?“
    Irgendwann stieß sie trotzig-verbittert und vor lauter Schluchzern noch immer kaum zu verstehen aus: „Warum musst du immer so ekelhaft nett und verständnisvoll sein?“
    „Ganz einfach, weil ich nun mal so bin. Und weil ich dich kleines Böckchen ziemlich lieb hab, obwohl du immer so zickig zu mir bist. Wäre es dir etwa lieber, wenn ich nicht nett zu dir wäre?“
    „Ja! Denn wenn du einfach irgendein blödes Arschloch wärst, dann könnte ich dich ganz einfach hassen, verachten und links liegen lassen. Aber du musst ja wieder und immer wieder so verdammt lieb und nett und anständig sein.“
    „Nun, da ich nicht vorhabe, daran etwas zu ändern, wie wäre es, wenn du mal versuchst, ein kleines bisschen netter zu mir zu sein? Glaub mir, nett sein tut überhaupt nicht weh und vielleicht stellst du dann ja fest, dass wir zwei uns ganz gut vertragen. Schließlich bist du doch sonst nicht so biestig. Nur zu mir. Also, was sagst du? Vertragen wir uns?“
    Er spürte, wie sie in seinen Armen weicher, nachgiebiger wurde, sich langsam beruhigte. Spürte ihr Nicken an seiner Brust, hörte ihr vernuscheltes „Okay!“ und endlich hob sie den Kopf, um ihn anzusehen.

  • „Hey sieh mich an! Sieh nicht durch mich durch. Schau mich wirklich an und sag mir was und wen Du in mir siehst.“ Viele Menschen haben verlernt sich WIRKLICH anzusehen und nicht nur auf das äußere zu achten. Wenn man jemanden wirklich ansieht, dann sieht man, ob es ein trauriger Blick ist, es dem Gegenüber gut oder nicht gut geht. In Gesichtern lesen kann man nur, wenn man jemanden WIRKLICH ansieht.

  • „Hey, sie mich an!“, rief ich ihm zu. Langsam wurde ich wütend, weil er immer noch keinerlei Reaktion zeigte. Da ich mir es inzwischen angewöhnt hatte, nur einmal zu rufen, lief ich zu ihm und nahm seinen Kopf zwischen meine Hände. „Freundchen, wenn ich Dich anspreche wäre es super, wenn Du hören würdest. Sonst werde ich mal wieder andere Seiten aufziehen. Du weißt, was das bedeutet?“ Ich hatte das Gefühl, er würde mich tatsächlich verstehen. Immerhin war die Konsequenz daraus, er könnte nicht mehr so frei herumlaufen wie bisher. Dann wäre wieder kurze Leine angesagt. Im Gegensatz zu diesem dickköpfigen und eigensinnigen Neufundländer lief mein anderer Hund nicht zu jedem Menschen, um ihn zu beschnüffeln und zu prüfen, ob er Leckerlies hat. Ich hatte einfach keine Lust mehr daraus mich bei anderen Wanderern für dieses ungehobelte Verhalten zu entschuldigen. Zwar fanden es die meisten lustig, doch nicht jeder Mensch mag Hunde oder findet dieses Verhalten toll.

  • Deine Geduld ist erschöpft
    du bist müde auf mich zu warten
    du wünscht dir das ich dich
    berühr schon so viele Jahre

    Doch hey, sieh mich an!
    Ich bin nur mein Schatten
    trage keine Liebe in mir

    Fällt dein Lächeln auf mich
    wachse ich
    hüllst du mich in Schweigen
    wird das grau in grau um mich vollkommen
    wo nichts im reinen ist
    und frisst mich unweigerlich

    Berührst du mich
    zerfällt der morbide Kokon
    in dem ich mich verberge
    zu Staub
    und ich falle heraus
    schlucke bitteres Salz
    bis ich darin ertrinke

    Sieh mich an!
    Ich hab keine Flügel mehr
    und weiß auch nicht ob
    mir je wieder welche wachsen

  • «Hey, sieh mich an.»
    Ich bin schon etwas älter, und auch etwas müde. Ich bin etwa einen halben Meter gross. Nicht wirklich modern, dafür umso geheimnisvoller, umso geschichtenreicher. Denn ich habe bereits viele Stunden gearbeitet, ich habe Licht gegeben. Gezieltes, warmes und sanftes. Mein Sockel ist solide, der Lampenschirm sowie der Halter aus Metall. Bronzefarben und grün, wie die Blätter einer Pflanze. Oben, am Ende des Fusses, endet der Metallstab in einem Ring, an dem man mich herumtragen, meinen Standort verändern, kann. Gedient habe ich im Land der Uhrmacher, an den Hängen des Neuenburgersees, inmitten der Weinreben. Du langweilst dich schon? Hey, sieh mich an. Ich habe noch so viel zu erzählen…

  • Seit Wochen habe ich immer stärker das Gefühl, dass die Menschen nicht mehr hören, was ich zu ihnen sage. Täusche ich mich? Ich denke nein. Wie anders lässt es sich erklären, dass ich immer wieder mit meinen Versuchen scheitere, zwischen Geimpften und Ungeimpften zu vermitteln. Mein Freundeskreis, Kolleginnen und Kollegen, sogar meine Familie. Die Gräben werden tiefer und tiefer. Und niemand hört mich. Niemand will verstehen, dass wir alle in einem Boot sitzen, das wir nur gemeinsam durch den Corona-Sturm in den sicheren Hafen bringen können. Dass wir zusammenhalten müssen und uns nicht bekämpfen dürfen.

    „Was ist mir dir? Hörst du mir zu?“

  • „Hey, sieh mich an!“ Ich hörte ihn laut und deutlich rufen und wollte ihn doch viel lieber einmal mehr ignorieren. Ich hatte null Bock auf sein ewiges Genörgel. „Tu dies, tu das, lass das, du solltest doch .. „. Ach, lass mich doch in Ruh ! Nerv mich nicht! Geh zum T* –
    Oha – warte mal, das wollte ich jetzt doch lieber nicht zu Ende denken. „Okay, nein,so war es nicht gemeint, geh – komm schon, ich seh dich ja, simma wieder gut, ja?“. Ich säuselte und schmeichelte in Gedanken was das Zeug hielt. Gerade noch rechtzeitig, schlagartig war mir wieder eingefallen, was passieren würde, wenn ich sein drängendes Rufen weiterhin ignorierte. Das wollte ich ganz sicher nie wieder erleben. Also blieb ich stehen und blickte mich lange im Spiegel gegenüber an. Ich seh dich ja Körper, ich seh dich. Schon gut. Alles klar. Ich habs kapiert. Danke. Ich sehe dich.

  • Hey sieh mich an, blicke in meinen Augen und erkenne Dein so reines Wesen, deine Liebe, deine Stärke, all das was Du in dir nicht siehst, fühlst aber besitzt……

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